Die Ukraine wurde von der Finanz- und Wirtschaftskrise besonders hart getroffen. Zu den Auswirkungen auf die Volksbank, Ukraine haben wir Ende März Larysa Zahorodnya, Vorstandsvorsitzende der VB UA, befragt.
Frau Zahorodnya, wie bewerten Sie die aktuelle Situation in der Ukraine?
Die Krise in der Ukraine ist sehr komplex und wird von einer Reihe interner Probleme verstärkt. So stieg etwa die Inflation 2008 auf 22,8 %. Zugleich ging das BIP-Wachstum von 7,9 % 2007 auf 2,1 % zurück. Aufgrund zahlreicher Firmenschließungen stieg zuletzt auch die Arbeitslosigkeit.
Diese makroökonomische Situation bringt für den gesamten Banken-Sektor der Ukraine Probleme. 58 % aller Kredite sind Fremdwährungskredite, bei Privatkrediten sogar 73 %.
Wie stellt sich die Situation der Volksbank in der Ukraine dar?
Die Volksbank, Ukraine befindet sich in einer deutlich besseren Situation als andere Banken des Landes. Es ist uns gelungen, Liquiditätsprobleme abzuwenden. Daher wechselten zuletzt auch viele ukrainische Kunden zur Volksbank.
Was kann die Volksbank tun, am ukrainischen Markt weiterhin erfolgreich zu sein?
Natürlich wollen wir in erster Linie unseren bestehenden Kundenstock halten. Zugleich müssen wir auch neue Kunden gewinnen. 2009 werden wir uns daher auf Erneuerung unserer Informationstechnologien und die Optimierung Geschäftsabläufen konzentrieren, noch mehr Nähe zum Kunden herzustellen. Außerdem bereiten wir uns intensiv auf alle Eventualitäten vor. So bei einem Round Table, zu dem wir Mitte Jänner geladen haben, um Strategien für die Krise und die Zeit danach zu entwickeln.
